We. Brands in Motion Health Report 2026 | Zerrbilder im Sprechzimmer: Was Ärzt*innen von Pharmaunternehmen erwarten
Shownotes
In dieser Folge sprechen wir mit Jette Kilian, Head of Health bei We. Deutschland, über die Ergebnisse des We. Brands in Motion Health Reports 2026. Wir beleuchten, wie Gesundheitsinformationen im Netz die Kommunikation zwischen Ärzt*innen und Patient*innen beeinflussen und welche Herausforderungen sich daraus für die Pharmaindustrie ergeben.
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00:00:00: Es gibt wahnsinnig viel Gesundheitsinformation im Netz.
00:00:04: Was wir halt dieses Jahr wissen wollen, ist was Merken davon Behandelnde eigentlich in der Praxis?
00:00:11: Tatsächlich haben achtundachtzig Prozent der Ärzte in diesem Report gesagt global dass die Behandlungsempfehlungen schon angepasst haben weil Patientinnen skeptisch waren aufgrund von Informationen die sie von irgendwo mitgebracht haben weil sich Ärztinnen Unterstützung wünschen.
00:00:34: Was ist dann so in dem Report oder in der Studie auch rausgekommen, was jetzt die wichtigste Erkenntnis für die UnternehmenskommunikatorInnen und Pharmaunternehmen sind?
00:00:49: Zwischen zwei Calls.
00:00:53: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Zwischen zwei Calls, einem Podcast von Wee Communications wo wir uns in einem relativ kurzen Format nämlich zwischen zwei Call über Themen aus der Kommunikations- und Agenturwelt unterhalten.
00:01:06: Heute geht es um das Thema Brands In Motion Health Pulse und dafür ist die Jette bei uns.
00:01:10: Jette ist unsere Head of Health in Deutschland.
00:01:15: Ja, holt uns doch gerne mal dazu ab.
00:01:16: Was ist der Brands in Motion Health Pulse überhaupt?
00:01:19: Worum geht's da?
00:01:20: Genau!
00:01:20: Unser Brands In Motion Studier macht regelmäßig kleine Outtakes sag ich mal und in diesem Jahr zum dritten Mal speziell für den Gesundheitsbereich wo wir Verfreiberinnen gezielt fragen zu ihren Erwartungen an die Kommunikation von Pharmaunternehmen oder Medtech-Unternehmen.
00:01:47: In den letzten Jahren haben wir da schon spannende Insights bekommen, zum Beispiel dass wenn Therapien vergleichbar sind hinsichtlich Sicherheit und preislich das dann doch tatsächlich der Ruf des Unternehmens.
00:02:04: ein wesentlicher Faktor ist welches Medikament der nachher verschrieben wird.
00:02:11: Und ja, das haben wir jetzt zum dritten Mal gemacht mit fünfhundert Ärzten global.
00:02:17: Australien, USA, UK, Indien und eben Deutschland, haben wir befragt.
00:02:25: Ich freue mich, dass wir heute so ein bisschen über die Ergebnisse sprechen können!
00:02:28: Ja
00:02:28: dann tauchen wir doch direkt rein, würde ich sagen.
00:02:32: Ja, zentralen Themen in der diesjährigen Studie war ja das Thema Gesundheitsdesinformation und auch eben Zerrbilder wie wir sie nennen.
00:02:41: Wovon reden wir da konkret?
00:02:44: Genau Ausgangspunkt in diesem Jahr war dass wir gemerkt haben okay als Kommunikatoren erzähle ich dir nichts Neues.
00:02:51: es gibt wahnsinnig viel Gesundheitsinformation im Netz.
00:02:56: Auch wenn man sich anguckt, was wird gesucht?
00:02:58: Was wird auch in KI gesucht geht es eben ein großer Anteil der Fragen die tatsächlich gesundheitsrelevante Informationen abfragen.
00:03:08: und da stellen wir halt fest Es gibt auch jede Menge ich will nicht sagen falsche Information aber vielleicht informationen die nach Besten und Gewissen zwar veröffentlicht wird, aber die vielleicht nicht das gesamte Bildpass zeigt oder die nur auf eine bestimmte Patientenklientel zu passt.
00:03:28: Und was wir halt dieses Jahr wissen wollen ist, was Merken davon Behandelnde eigentlich in der Praxis verändert?
00:03:37: Das wie sie mit Patientinnen sprechen müssen oder Wir sind davon ausgegangen dass?
00:03:42: Aber genau wir wollten es genauer wissen wie verändert ist die Kommunikation mit Patienten Und wir haben uns bewusst für den Begriff Zerbel der entschieden, weil es uns erst mal egal ist ob es irgendwie irreführende Informationen ist.
00:04:02: Weil vielleicht Patienten ihre persönliche Sicht schildern die für ihren Fall korrekt sind aber nicht generalisieren werden kann oder gezielte Fehlinformationen sind, wie wir sie zum Beispiel immer wieder im Bereich Impfungen oder sowas tatsächlich auch ganz bewusst im Netz sehen.
00:04:24: Das spielt ja einmal für die behandelnden Personen, die diesen Patienten gegenüber sitzen im Praxisalltag, spielt das erstmal keine Rolle.
00:04:37: Würdest du sagen es ist ein Thema was jetzt auch durch die Veränderungen mit KI und das natürlich auch Patientinnen Symptome, Behandlungsmöglichkeiten in Chatchivity & Co.
00:04:50: einfach erfragen, dass es dadurch noch krasser jetzt relevant ist als im Vergleich von vor fünf bis zehn Jahren?
00:04:59: Auf jeden Fall!
00:05:01: Weil wir in Deutschland sehr starke Regelmentierungen haben, worüber auch pharmazeutische Unternehmen informieren können, informieren dürfen über Therapien und es in vielen Bereichen dann halt sehr aktive Patienten-Communities gibt oder es gibt halt keine Informationen auf Deutsch.
00:05:21: Und dann holt sich die KI die Information halt eben vielleicht aus anderen Ländern wo andere Therapien zugelassen sind Unternehmen anders kommunizieren dürfen und das führt durchaus auch zu vielleicht nicht immer ganz gerechtfertigten oder erfüllbaren Erwartungshaltungen an die Ärzteschaft.
00:05:44: Was hat das außerdem noch so viel Auswirkungen für die Ärzten denn wirklich im Praxisalltag?
00:05:51: Näh, was wir gesehen haben jetzt in den Daten ist es halt tatsächlich ziemlich viele sagen ja sie spüren es im Praxisalltag müssen länger mit Patientinnen reden.
00:06:05: Sie kriegen vielleicht nicht immer die Therapie verschrieben, die sie jetzt tatsächlich für die passende Therapie halten weil sie einfach so einen Gegenwind bekommen.
00:06:23: und das geht gar nicht darum dass ich bin der Halbgott in Weiß was ich sage durchsetzen wollen, sondern dass es einfach wirklich sehr viel... Ja das ist die Patientinnen zum Teil schon mit einem sehr gefestigten Bild in die Praxis kommen.
00:06:47: Was sie haben und was ihnen jetzt gut tut und was gefälligst die Behandelenden jetzt tun sollen als nächste Schritte eben ohne im Zweifelsfall das gesamte Bild und das Bild für ihre spezielle Situationen mit ihren speziellen gesundheitlichen Vorbelastungen oder?
00:07:07: Dann ist man auch schon so festgefahren und dann,
00:07:09: genau.
00:07:10: Ist man wahrscheinlich am Ende noch mehr verwirrt da wenn jetzt der Behandelnde dann auf einmal da irgendwie zurück rodert oder sagt so läuft es nicht oder andere Behandlungsmöglichkeiten vorschlägt die vielleicht länger dauern oder was auch immer, da ist dann die Enttäuschung wahrscheinlich.
00:07:27: Ja und wir müssen natürlich bedenken dass wir grundsätzlich aus der Kommunikationstheorie wissen das Menschen viel schneller über negative Erfahrungen berichten als über positive Erfahrungen.
00:07:41: ich habe das noch am Beispiel DB gelernt an meine zu meinen Unizeiten heute würde man straight späten nennen macht natürlich viel mehr Traction, das gibt viel mehr Aufmerksamkeit und es ist natürlich auch das.
00:07:55: wenn ich das Gefühl habe irgendwas ist nicht so gelaufen.
00:07:59: Ich hab vielleicht eine suboptimale Behandlung bekommen dann ist es natürlich das wo ich viel eher auch ein Bedürfnis habe mich mit anderen auszutauschen als Wenn ich meinem Behandelungsteam total vertraue und dass eigentlich alles smooth läuft.
00:08:18: Das spielt ja, glaube ich auch ganz viel rein.
00:08:19: Was für Informationen es im Netz gibt und wenn wir jetzt halt auf einen Kollektiv treffen was da sehr viel Information sich sucht können wir nicht ausschließen dass die auch schon mit einem gewissen Bayes eben reingehen.
00:08:35: von wegen Ich kriege nicht das Optimum.
00:08:39: Warum sollte das jetzt auch gerade Pharma-Unternehmen interessieren?
00:08:44: Also, wenn die vielleicht mit den Fehlinformationen erst mal gar nichts zu tun haben.
00:08:47: Aber warum ist es trotzdem für die relevant, das auch zu wissen?
00:08:50: Ja tatsächlich zeigt es die Daten ziemlich deutlich dass es sehr relevant ist für Pharmaunternehmen weil sich Ärztinnen Unterstützung wünschen.
00:09:00: Tatsächlich von auch von Seiten der Pharma Unternehmen.
00:09:04: Sie merken eine zusätzliche Hürde im E von vollem Praxisalltag ist.
00:09:11: Sie sehen hier einfach, Pharma-Unternehmen mit in der Pflicht da gegen diese Verzerrung und diese Zerrbilder aktiv zu werden.
00:09:23: tun die Unternehmen das nicht wird es ihnen tatsächlich angekreidet?
00:09:29: dann bewerten die Ärztinnen dass tatsächlich Negatives wird, ja es kann einfach schlicht und ergreifend ein, ist das ein wichtiger Punkt für die Reputation des Unternehmens?
00:09:45: Und wie einen Gang schon gesagt habt ihr wisst mir aus den vorherigen Daten.
00:09:48: Reputationen macht was mit Ärztinnen.
00:09:51: Genau.
00:09:52: Spannend!
00:09:54: Was ist dann so in dem Report oder in der Studie auch rausgekommen, was jetzt so ja die wichtigste Erkenntnis auch für die UnterneemenskommunikatorInnen in Pharmaunternehmen sind?
00:10:06: Also was sollten die beachten?
00:10:09: Tatsächlich wünschen sich Ärzte ziemlich eindeutig Unterstützung der Ärzter.
00:10:21: Ich denke zum ersten ist es wichtig, dass Pharmaunternehmen das wissen oder diese Challengewissen tatsächlich haben.
00:10:30: Achtundachtzig Prozent der Äzte in diesem Report gesagt global, dass sie Behandlungsempfehlungen schon angepasst haben weil Patientinnen skeptisch waren aufgrund von Informationen, die sie von irgendwo mitgebracht haben.
00:10:46: Das ist schon mal glaube ich das allererste, dass das müssen Pharma-Unternehmen einfach wissen und auch wissen, dass halt tatsächlich Ärzte ganz klar sagen zu einer überwältigen Mehrheit, ich glaub es waren, Aber es sagen irgendwie nur knapp über dreißig Prozent, die Pharmaunternehmen machen auch schon genug und ausreichend.
00:11:14: Eine nicht ganz so kleine Spanne!
00:11:15: Eine nicht ganze kleine Spanner wo definitiv noch Raum ist sich zu verbessern oder eben die Partnerfafn mit den Ärzten zu stärken?
00:11:26: Ja ja das war doch schon mal... starke Erkenntnisse in dieser ersten Folge.
00:11:33: Wir werden dazu noch mehr Folgen aufnehmen, das heißt bleibt unbedingt dran.
00:11:37: es wird noch mehr folgende zu geben und noch tiefer gehen.
00:11:40: ihre Insights dann danke dir erst mal gerne!
00:11:44: Und wir hören uns dann in einer der nächsten Folgen wieder.
00:11:47: ich freue mich drauf
00:11:49: zwischen zwei Calls.
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